Spielzeug auf dem Prüfstand

Wer das Spielzeug erfunden hat, war mit Sicherheit ein Genie: es vertreibt jegliche Langeweile, beschäftigt die Kinder und fördert zudem auch noch ihre geistigen und motorischen Fähigkeiten. Kein Wunder also, dass Freunde und Verwandte, Eltern und Paten nicht davor zurückschrecken, den Nachwuchs mit neuem Spielzeug zu überhäufen.

Allerdings gibt es auch viele schwarze Schafe unter den Herstellern, die gesundheitsschädigende Chemikalien unter die Materialien mischen, welche später in den Händen und Mündern kleiner Kinder landen – dabei spielt es keine Rolle, ob das Spielzeug online oder im Fachhandel erworben wurde. Worauf Sie deshalb vor jedem Einkauf achten sollten, wird im Folgenden aufgelistet.

Ohne Ecken und Kanten

  1. Auf mögliche Prüfzeichen achten: Inzwischen hat die Spielzeugindustrie auf die rufschädigenden Spielzeugfirmen reagiert und qualitativ hochwertiges Spielzeug mit einem entsprechenden Prüfzeichen versehen: Wenn Sie ein GS-Zeichen (Gütesiegel) oder andere Prüfsiegel wie „Spiel gut“, „TÜV Proof“ oder „LGA-Qualitätszertifikat“ entdecken, können sie beim Spielzeugkauf ordentlich zuschlagen.
  2. Der Nase folgen: Wenn ein neues Spielzeug einen strengen Geruch verbreitet, kann das mitunter daran liegen, dass es giftige polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) enthält – diese Chemikalien werden vermehrt in Gummigriffen und in Spielzeugen aus Plastik (z.B. auf Jahrmärkten) verwendet. Hat das Spielzeug hingegen einen neutralen Geruch, keine scharfen Ecken und Kanten, müsste es für Kinder ungefährlich sein.
  3. Einen Wassertest machen: Kleine Kinder stecken sich bekanntermaßen gerne alles in den Mund, so auch ihr Spielzeug. Um sicherzugehen, dass die darauf befindliche Farbe speichelfest ist, können Eltern bereits vor dem Kauf einen kleinen Test machen – indem sie ihren Finger befeuchten und damit über das Spielzeug streichen. Sollte sich auf der Haut Farbe befinden, ist das Spielzeug eher weniger gut für kleine Kinder geeignet.
  4. Auf die Details achten: Hat der Nachwuchs noch nicht das dritte Lebensjahr vollendet, sollten sich keine kleinen Teile in greifbarer Nähe befinden. Eine Faustregel besagt: Alles, was in eine Filmdose passt, kann auch von kleinen Kindern verschluckt werden. Daher sollte jeder Elternteil vor dem Kauf von neuem Spielzeug darauf achten, ob sich kleine Teile leicht davon ablösen können. Auch bei flauschigen Kuscheltieren müssen Gliedmaßen und Sinnesorgane dem Ziehen standhalten.
  5. Die Etiketten lesen: Sicher kann es nicht schaden, einen Blick auf das eingenähte Etikett eines Stofftieres oder einer Puppe zu achten – im Idealfall können diese gewaschen werden, falls sie mal in einer Pfütze landen oder anderweitig schmutzig werden. Dann kann das Spielzeug ohne Bedenken gewaschen und wiederverwendet werden.

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